Caritas

Aktionstag „Restl Festl – Graz isst auf“ am 17. Oktober 2014 im Minoritenkloster

Der Aktionstag ist als bewusstseinsbildende Maßnahme hinsichtlich des „Umgangs mit Lebensmitteln“ für die Grazer Bevölkerung zu sehen. Das Projekt wird in Form einer Kooperation mit dem Land Steiermark, der Stadt Graz, der ARGE Abfallvermeidung ausgeführt und im Rahmen einer interdisziplinären Lehrveranstaltung von Studierenden der Universität Graz fachlich begleitet.

Projektziele:

  1. Motivation, Bewusstsein und Wissen im Umgang mit Lebensmitteln schaffen.

Die Caritas setzt sich für soziale Gerechtigkeit und eine solidarische und menschenwürdige Gesellschaft ein und will, dass alle Menschen in angemessener Form an der Gesellschaft teilhaben: sozial, wirtschaftlich und kulturell.

Bei der Umsetzung dieses Ziels stellt die Ressourcenknappheit eine wesentliche Thematik dar, die es zu überwinden gilt. Das Management von beschränkten, lebensnotwendigen Gütern gewinnt so einen essentiellen Stellenwert.

Die minimale Basis eines menschenwürdigen Lebens ist die Versorgung mit genussfähigen Lebensmitteln. Das versuchen die Solidarmärkte der Caritas zu unterstützen und zu gewährleisten.

Das Projekt „IdA – Integration durch Arbeit“ und carla der Sachspenden- Markt der Caritas, welches das Konzept Solidarmarkt in der Steiermark etabliert hat und drei Solidarmärkte betreibt, geht noch weiter. Stan

Es arbeitet auf Basis der drei Grundpfeiler:

  • Verwerten statt Entsorgen
  • nachhaltiger Umgang mit Lebensmitteln
  • Arbeitsplätze schaffen
  1. Lebensmittelverschwendung – ökologische und soziale Verantwortung aufzeigen.

1/3 der für den Menschen produzierten Nahrungsmittel werden lt. Jenny Gustavsson, Christel Cederberg und Ulf Sonesson vom Swedish Institute for Food and Biotechnology in  Gotheburg und deren KollegInnen Robert van Otterdijk und Alexandre Meybeck vom FAO in Rom weggeworfen. (FAO. 2011. Global food losses and food waste – Extent, causes and prevention.)

Das ergibt für westliche Industrieländer pro Kopf 95 bis 115 kg die direkt oder indirekt im Müll landen. Im Gegensatz dazu liegt diese Zahl in machen Staaten Afrikas bei gerade mal 6 – 11 kg. Ein erster Schritt in der internationalen Armutsbekämpfung muss sein, mit den lebensnotwendigen Gütern entsprechend bewusst haushalten zu können.

Durch die sich verschlechternde wirtschaftliche Lage gibt es auch in westlichen Industrieländern immer mehr Menschen für die die lebensnotwendige Basisversorgung nicht selbstverständlich ist. Eine regionale Umverteilung von Lebensmittel und Gütern bietet die Chance, Armut zu bekämpfen und durch nachhaltiges Ressourcenmanagement die Umwelt zu schonen.

  1. Beschaffung und Weitergabe von „vor dem Entsorgen geretteten Lebensmitteln“.

Die Soldiarmärkte von IdA haben viele treue Partner und Partnerinnen. Produzenten und Handelsketten (wie z. Bsp.: die Firma Schirnhofer Gmbh, Bäckerei Pötz, Lidl, Spar, Zielpunkt,…), sowie einige landwirtschaftlichen Betriebe  füllen mit ihren Spenden immer wieder die Regale auf, um Menschen mit weniger finanziellen Möglichkeiten eine gesunde Kost zu ermöglichen und die guten Lebensmittel ihrem ursprünglichen Zweck, nämlich der Verspeisung zuzuführen.

  1. Rege Teilnahme der Grazer Bevölkerung sowie von Grazer Schulen am Projekt.

Die Solidarmärkte von IdA freuen sich auf einen Besuch von Schülerinnen und Schülern um vor Ort von ihrer Arbeit zu erzählen (wie beispielsweise in Hartberg die HS Rieger, BG/BRG Hartberg, Fachschule St. Martin). Eine einmalige oder regelmäßige Lebensmittelspende unterstützt die Solidarmärkte noch intensiver als „Umschlagplatz gegen Armut und für Nachhaltigkeit“ zu agieren.

Als weitere Maßnahme wurde für dieses Projekt ein Blog (öffentliches Tagebuch) eingerichtet, der die interaktive Auseinandersetzung zwischen allen Beteiligten (BürgerInnen, Jugendlichen, Handel, Akteure etc.) mit dem Thema „Lebensmittel“ bereits in der Vorbereitung zum Aktionstag und darüber hinaus begleiten soll.

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